Klassische Homöopathie


Die Homöopathie erfreut sich in der Gesellschaft wachsender Beliebtheit, was einerseits recht erfreulich ist, andererseits aber auch Anlass zur Sorge gibt, gerade was die Ernsthaftigkeit und das wirkliche Verständnis der homöopathischen Therapie betrifft.

Diesem Kapitel möchte ich aus eigenem Anliegen einen besonderen Stellenwert einräumen.

 

Leider wird zum Teil sehr leichtfertig mit homöopathischen Arzneimitteln umgegangen, sowohl von Laien-, genauso wie von therapeutischer Seite.

 

Oft genug höre ich den Satz:

"Selbst wenn die Homöopathie nicht hilft, schadet sie zumindest auch nicht!"

Diese Sichtweise trifft unter gewissen Bedingungen auf das Wirkprinzip der Homöopathie nicht zu.

 

Die Homöopathie im Sinne Samuel Hahnemanns ist ein absolut ganzheitliches Therapieverfahren, welches alle Aspekte des menschlichen Seins (Körper, Geist, Seele) in der Wahl des passenden Arzneimittels berücksichtigt.

 

Das eigentliche Verdienst der Homöopathie liegt bei den chronischen Erkrankungsformen. (Gelenkbeschwerden, Migräne, atopische Dermatitis u.v.m)

Für eine erfolgreiche, im besten Falle nebenwirkungsfreie Therapie ist jedoch ein intensives Studium der Homöopathie unabdingbare Voraussetzung.

Gerade die Migräne ist wie kaum eine andere Erkrankung "der Ausdruck eines Zustandes, der ein Resultat vieler Einzeldysfunktionen ist." (Schirmer 1951)

 

Fernab zahlreicher Statistiken und "evidenzbasierter" Therapien (die meist mehr versprechen als sie halten), ist die klassische Homöopathie mit der nötigen Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit betrieben, eine wahrhaft(ig)e Alternative zur typisch schulmedizinischen Arzneimittelverordnung, bei der die Sicht des ganzen Menschen, mit deren Fokus auf das einzelne Symptom, weitgehend abhanden gekommen ist.

 

Die Homöopathie ist allerdings derart komplex und gleicht mit ihren zahlreichen Mitteln mitunter einem Irrgarten, sodass hier für den Laien oder "Gelegenheits-Homöopathen" eine intensivere Beschäftigung mit den "Schüsslersalzen", auch für den Einsatz als Akutmittel, für den "Hausgebrauch" ratsamer erscheint.