Arzneimittel auf dem Prüfstand: Wie Patienten über den Tisch gezogen werden – Produkte vergleichen lohnt sich!

Homöopathische Tabletten

Vermarktung ist alles. Auf die schillernden Versprechen und überzeugend ins rechte Licht gerückten Aufmachungen zahlreicher Produkte/ Arzneimittel fallen (leider) viele Konsumenten/ Patienten nur allzu gern herein.

 

Dabei ließe sich in der Tat eine Menge Geld einsparen, würde „Patient“ sich die Mühe machen, angebotene Produkte gerade hinsichtlich der inhaltlichen Zusammensetzung zu überprüfen und die entsprechenden Kosten der diversen Präparate näher unter die Lupe zu nehmen.

 

Als Therapeutin und Selbstanwenderin bin ich natürlich daran interessiert, Behandlungs-Zusatzkosten, gerade in Hinblick auf die Arzneimittelverordnung, zu minimieren.

 

Zum einen gibt es mittlerweile Internet-Apotheken wie Sand am Meer, die mit Preisreduktionen von bis zu 30% werben. Hier ist alleine aufgrund des Rabatts schon eine enorme Kosteneinsparung möglich.

 

Kürzlich wurde ich auf ein Arzneimittel aufmerksam (gemacht), ein Monopräparat, (RubaX® Mono), welches nur einen einzigen homöopathischen Wirkstoff, nämlich Rhus toxicodendron (Trit. D6), enthält.

 

Die Versprechungen als „Schmerztablette“ sind hochtrabend, wenngleich der homöopathische Wirkstoff Rhus toxicodendron in der Tat als hervorragendes Mittel zur Behandlung vielerlei Beschwerden, gerade in Hinblick auf den Bewegungsapparat, gilt.

Nicht umsonst wird es in homöopathischen Kreisen auch als „Umzugsmittel“ bezeichnet, d.h. viele Beschwerden, wie Ischialgien, akute Beschwerden, z.B. nach Verheben, können dadurch gelindert oder ganz behoben werden.

 

Die Tatsache, dass ein homöopathisches Arzneimittel zur Einnahme über einen längerfristigen Zeitraum empfohlen wird, zeugt im Grunde genommen von einer Unkenntnis der homöopathischen Wirkweise.

Es ist bekannt, dass eine unkontrollierte langfristige Einnahme, gerade von homöopathischen Arzneimitteln, ohne dazwischen liegende Pausen, zu Arzneimittelprüfungen führen kann.

Arzneimittelprüfung bedeutet, dass der Patient Symptome entwickelt, die zum homöopathischen Arzneimittelbild des entsprechenden Wirkstoffs gehören, die er aber früher vielleicht noch gar nicht an sich wahrgenommen hat.

 

In einem solchen Fall muss das Arzneimittel sofort abgesetzt werden. Eine weiterführende Einnahme würde die Symptomatik nur weiter verschlimmern.

 

Zurück aber zum eigentlichen Anliegen meines Themas:

Bei o.g. Produkt RubaX® Mono liegt die UVP des Herstellers für 80 Tabletten bei sage und schreibe knapp 30 Euro!!!

 

Noch einmal zur Erinnerung und Klarstellung: Es ist ein einziger homöopathischer Wirkstoff enthalten (Rhus toxicodendron D6).

 

Als Klassische Homöopathin und regelmäßige Verordnerin meist homöopathischer Einzelmittel sind mir die Preise für diese Arzneimittel wohl bekannt.

Machen Sie doch den Selbstversuch und geben Sie einmal Rhus toxicodendron trit. D6 (Tabletten) in Ihr Internet-Suchfeld (Google o.ä.) ein.

 

Und? Sie werden überrascht sein. Hier finden sich u.a. 80 Tabletten der DHU (einer der renommiertesten Hersteller für homöopathische Einzelmittel) für schlappe 10,45 Euro UVP, also gerade mal ein Drittel der Kosten im Vergleich zum hochgelobten RubaX® Mono mit fast 30 Euro UVP.

 

Fazit: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Lassen Sie sich nicht durch marktschreierische Produktwerbungen Ihre Sinne vernebeln, sondern bewahren Sie sich Ihren gesunden Menschenverstand!

Es liegt in Ihrer Hand, ob Sie alleine Wert auf einen bewährten Arzneistoff legen oder überteuerte Werbung mitfinanzieren möchten.

 

Das o.g. Beispiel habe ich deshalb zitiert und als Präzedenzfall meines Artikels genommen, da ich von Patientenseite sozusagen mit der Nase darauf gestoßen wurde.

Nimmt man dieses Beispiel als pars pro toto, muss man sich also auch nicht wundern, wenn die Kosten auf dem Gesundheitssektor explodieren.

 

Machtanspruch, Geldgier und Maßlosigkeit sind Attribute unserer heutigen Gesellschaft. Wer hier nicht mitziehen will, tut gut daran, seine eigenen (Lebens-)Werte zu überprüfen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen.