Frühlingszeit - Leberzeit

Frühling-Leber - entgiften, entschlacken

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden den Jahreszeiten entsprechende Elemente zugeordnet.

Der Frühling steht für das Erwachen der Natur. Alles zirkuliert, strebt nach Aufbruch und Erneuerung.

Die Blätter beginnen zu sprießen, das Holz treibt aus. Demzufolge entspricht dem Frühling das Element „Holz“ aus der 5-Elemente-Lehre der TCM.

Umwandlung, Neuerung: Welches Organ könnte dies besser repräsentieren als unsere fleißige Leber?

 

Deshalb ist der Frühling auch die beste Zeit, um sich der Leber anzunehmen, Hausputz zu betreiben, seinen Körper zu entgiften und vom Ballast der vergangenen Monate, der sich über den Winter angehäuft hat, zu befreien.

Es müssen nicht zwangsläufig schlechte Leberwerte vorliegen, um aktiv werden. Auf der energetischen Ebene, die viel subtiler ist, kann durchaus eine latente Leberstörung vorhanden sein.

 

Die Leber ist aus Sicht der TCM ein wichtiger Ort für das Blut und versorgt damit auch Muskeln und Sehnen. Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt sind die Augen.

Meine ehemalige Akupunktur-Lehrerin, Dr. Radha Tambirajah, pflegte immer zu sagen: “The liver opens to the eye.“ - die Leber „öffnet sich“ zu den Augen. Das bedeutet, dass das Holz-Element einen besonderen Bezug zu den Augen hat und bestimmte Sehstörungen, wie zum Beispiel wechselnde Sehstärke, auf einen ungleichen Energiefluss hinweisen.

 

Und grundsätzlich gilt außerdem: Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen!


Hier kommen meine ganz persönlichen Empfehlungen:

Zitronen-Knoblauch-Trunk

Zitronen-Knoblauch-Kur
Zitronen-Knoblauch-Kur

Das ist mein (derzeitiger) absoluter Liebling! Warum? Nun, er ist

  • in Windeseile zubereitet (ca. 10-15 Min.)

  • extrem kostengünstig in der Herstellung (1 Liter für ca. 3 Euro)

  • sehr schmackhaft (zumindest für meinen Gaumen! : zitronig-frisch mit einem Hauch Bitternote

  • ein idealer Begleiter für die Leberreinigung und Entgiftung des gesamten Organismus

--> nähere Informationen, Herstellung

Bitterstoffe: Was ist "Bittersegen"?

Bittersegen, Bitterstern
bittere Kräuter

„Bittersegen“ ist eine Weiterentwicklung aus dem von der Heilpraktikerin Hannelore Fischer-Reska (†) entwickelten „Bitterstern“.

Es handelt sich dabei um einen alkoholischen Auszug aus 18 ( v.a. bitteren) Kräutern und Gewürzen. Unter anderem enthält er Löwenzahn, Mariendistel, Enzian, Schafgarbe, Zimt, Ingwer, Galgant, Majoran, Koriander, Kardamom, Lavendel und Kümmel.

 

Unsere wichtigsten Verdauungs-und Stoffwechselorgane -  Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse -  lieben basische Stoffe. Bitterstoffe sind reine Basen-Wunder und unterstützen auf positive Weise das gesamte Stoffwechselgeschehen, sind also ideal für die Frühjahrskur und die Gewichtsabnahme geeignet.

 

Bitterstoffe sind wahre Multitalente: Sie wirken blutbildend und entzündungshemmend, entschlacken und entsäuern auf sanfte Weise und fördern die Ausscheidung von Giftstoffen, Wasseransammlungen und Verschleimungen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass wertvolle, gesunde Nahrungsstoffe vom Körper optimal aufgenommen und verwertet werden.“

(Quelle: http://www.rundschau-online.de/11476110 ©2017)

 

Kirlianfotos bezeugen auch die einzigartige Fähigkeit der Bitterstoff-Kombination, die Energieleitbahnen (Meridiane) zu reinigen, den Energiefluss zu harmonisieren. Entscheidend für die Gesunderhaltung unseres Körpers.                                                                                                  (Quelle: Dr. Doris Ehrenberger, "Lebensbegleiter für jeden Tag")

Wermut-Elixier nach Hildegard von Bingen

Wermut-Elixier
Wermutkraut

Die Hl. Hildegard lobt das Wermut-Getränk als einen „Meister gegen alle Erschöpfungen“ und sie schreibt:

 

„Wenn der Wermut frisch ist, zerreibe ihn und drück' seinen Saft durch ein Tuch aus. Koch' dann Wein leicht mit Honig und gieß' diesen Saft in den Wein, so dass sich besagter Saft gegenüber Wein und Honig geschmacklich durchsetzt, und trinke das von Mai bis Oktober alle drei Tage nüchtern und kalt: Es unterdrückt den Nierenschmerz (also die „Flankenkrankheit“) und die Melancholie in dir, klärt deine Augen, stärkt das Herz, lässt nicht zu, dass die Lunge geschwächt wird, erwärmt den Magen, reinigt die Eingeweide und macht eine gute Verdauung.“

 

Ideal also, um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben und die über den Winter angesammelten Stoffwechselschlacken auszuscheiden.

Hildegard von Bingen empfiehlt die Kur von Mai bis Oktober. Das Wermut-Elixier kann selbst hergestellt werden, aber natürlich auch schon fertig im Handel bezogen werden.

Wasserlinsen-Elixier nach Hildegard von Bingen

Wasserlinsen-Elixier
Wasserlinsen

Der Wasserlinse schreibt Hildegard von Bingen ganz besondere Kräfte zu. Sie leitet Umweltgifte aus dem Körper und stellt das Gleichgewicht unseres Organismus wieder her.

Aufgrund ihrer hohen antioxidativen Wirkung soll sie außerdem vorbeugend gegen Krebs wirken.

 

Hildegard von Bingen schreibt dazu:

„Wenn die Wasserlinse anderen kräftigen Mitteln beigefügt wird, mindert sie die unnützen Säfte im Menschen. Wen die Vicht (Stoffelwechselstörung) plagt, trinke oft vom Wasserlinsenwein, nüchtern, so viel man mit einem Atemzug trinken kann und ähnlich, wenn du abends zu Bett gehst. Es wird dadurch verhindert, dass die

schlechten Säfte im nüchternen Zustand auftreten oder sich nach dem Essen bilden.“

 

Die Hl. Hildegard empfiehlt 1 Likörglas vor dem Frühstück und vor dem Schlafengehen zu trinken. Für eine Kur sind 6-8 Flaschen empfehlenswert.

Gründonnerstagssuppe

Gründonnerstag, Suppe
Gründonnerstags-Suppe

Diese Suppe kommt traditionell – wie der Name schon erraten lässt - am Gründonnerstag auf den Tisch.
Nach einer uralten Überlieferung sollen es 9 verschiedene Kräuter mit einer vitalisierenden und entschlackenden Wirkung sein, die dem Körper nach einem harten Winter wieder neue Energie zuführen.

 

Hierzu werden Kräuter verwendet, die die Natur zu dieser Zeit gerade zu bieten hat, wie z.B. Löwenzahn, Sauerampfer, Bärlauch, Brennnessel, Gundelrebe, Brunnenkresse, Spitzwegerich, Sauerampfer, Frauenmantel, Wegwarte, Gänseblümchen usw.

 

Hier ein Rezeptvorschlag (9 Kräuter beliebig wählbar) für 4 Personen:

 

Zutaten

Zubereitung

    Je 1 Hand voll
  • Schnittlauch

  • Brennnessel

  • Bärlauch (Blätter)

  • Gänseblümchen

  • Gundelrebe

  • Löwenzahn

  • Rauke

  • Brunnenkresse

  • Petersilie

 

  • 2 Zwiebeln

  • 2 Knoblauchzehen

  • 2 EL Butter

  • 2 TL Weizenmehl

  • 1 l Gemüsebrühe

  • 125ml Sahne (alternativ Crème fraîche oder Schmand)

  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gerieben

1. Kräuter gut waschen
2. Kräuter mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen
3. Bis auf die Gänseblümchen Kräuter in feine Streifen schneiden
4. Zwiebeln klein würfeln
5. Knoblauchzehen durch eine Knoblauchpresse drücken
6. Butter in einem Topf erhitzen
7. Zwiebeln und Knoblauch in der Butter andünsten (Knoblauch darf nicht dunkel werden, da er sonst bitter wird!)
8. Mehl darüber streuen und bei milder Hitze hell anschwitzen
9. Gemüsebrühe aufgießen
10. Kräuter (bis auf die Gänseblümchen) dazu geben
11. Vorsichtig umrühren
12. 20 Minuten bei schwacher Hitze zugedeckt garen lassen
13. Sahne, Schmand oder Crème fraîche unterrühren
14. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken

Kurz vor dem Servieren die Gänseblümchen-Blüten auf die Suppe streuen. Zur Gründonnerstagssuppe schmeckt frisches Landbrot. Guten Appetit!