Gesetz von Ursache & Wirkung: Teil 3

Nach der Betrachtung von Ursache und Wirkung und der Frage nach Zufällen, wollen wir uns nun echten Geschichten zuwenden – realen Ereignissen, die zeigen, wie sich das Gesetz von Ursache und Wirkung und scheinbare Zufälle in unserem Leben manifestieren.

Geschichten, die das Leben schreibt – Teil 3

Zwei besondere Geschichten möchte ich Ihnen in diesem Kapitel zuteil werden lassen, die für alle „Zufalls-Gläubigen“ reiche Nahrung bieten.

Die erste liegt schon etwas länger zurück. Sie spielt im 18. Jahrhundert und erzählt eine reale Begebenheit, die sich während F. A. Mesmers Aufenthalt in Paris zugetragen hat. Auf seine Person komme ich gleich noch etwas ausführlicher zu sprechen.

In die zweite Geschichte war ich selbst verwickelt. Sie hat sich ebenfalls in Frankreich ereignet. Lassen Sie sich überraschen!

Wie oben angedeutet, möchte ich ein paar Worte zu Franz Anton Mesmer (1734 – 1815), dem Begründer des thierischen Magnetismus, verlieren:

Mesmer befasste sich Zeit seines Lebens mit Fragen einer höheren Ordnung, die sich sowohl im Kleinen (Mikrokosmos) als auch im Großen (Makrokosmos) zeigt. Er erkannte im thierischen Magnetismus bzw. Mesmerismus eine harmonische Ordnung unter dem Einfluss einer kosmischen Allflut (Fluidum), welche die gesamte belebte und unbelebte Natur zu durchdringen vermag.

Nachfolgende Geschichte entstammt F. A. Mesmers Hauptwerk „Mesmerismus. Oder System der Wechselwirkungen. Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus“.

Lesen Sie selbst:

Franz Anton Mesmer und der treue Pudel

„Während des Winters 1784 begegnete ein großer grauer Pudel, der herrenlos sich in den Straßen von Paris umhertrieb, meinem Bedienten, und folgte diesem, für Tiere übrigens gar keine Zuneigung hegenden Menschen, überall, er mochte gehen oder hinten auf dem Wagen stehen, mit der allergrößten Sorgfalt sechs Wochen lang nach. Mehrmals versuchte ich’s, ihn durch Schmeicheln und gute Bissen an mich zu gewöhnen, aber umsonst, er war von jenem unzertrennlich und verlor ihn niemals aus den Augen. Noch bemerkte ich als etwas ganz Besonderes, dass dieser Hund niemals in ein Zimmer zu bringen war; ungeachtet es draußen sehr kalt war, schlief er vor der Stubentüre des Bedienten.

Eines Tages schickte ich diesen mit einem Auftrag nach der, eine halbe Stunde Wegs entfernten Straße, Coghure au Marais Rue d’Orléans, wobei der Hund ihn begleitete. Hier trat er in ein kleines, eingeschlossen liegendes Wirtshaus, um sich bei dem Türsteher hinten auf dem Hofe nach einer Adresse zu erkundigen. Ein Fremder, der in diesem Augenblick aus einem Fenster dieses Hofs heraus sah, ruft den Hund bei seinem Namen.

Wie der Blitz rennt das Tier bei diesem Rufe zu dem Fremden. Die ausnehmende Freude, welche der Hund bei diesem Zusammentreffen an den Tag legt, und dass er auf seinen Namen hörte, ließ keinen Zweifel übrig, dass dieser Mann sein wahrer Herr sei, welcher nun erzählte, dass er den Hund in Russland und namentlich in Moskau aufgezogen und ihn daselbst vor zehn Monaten verloren habe.“

Mesmer schreibt diesem besonderen Umstand des exakten Zusammenfallens von Zeit und Ort einer Handlungsweise zu, die sich auf dem angeborenen Instinkt begründet. Er schreibt dazu:

„Da der Instinkt eine Wirkung der Ordnung und der Harmonie des Weltalls ist, so ist derselbe auch eine sichere Regel für die Empfindung, so wie für die Handlungen. Allen empfindenden Wesen wurde der Instinkt von der Natur verliehen, um nützliche Wahrheiten zu erreichen.“

Der deutsche Physiologe und Anatom Ernst Heinrich Weber (1795 – 1878) äußerte sich zum Thema Instinkt folgendermaßen:

„Wenn man den Begriff des Instinktes allgemeiner fassen will, …, wenn man die unbekannte Ursache von einer jeden angeborenen zweckmäßigen Tätigkeit, …, Instinkt nennen will, mag sich nun diese Tätigkeit auf die Bildung von Vorstellungen oder auf die Hervorbringung von Bewegungen beziehen, so kann man jene Seelenanlage auch als einen intellektuellen Instinkt bezeichnen.“

In all diesen „instinktiven“ Fällen „spüren“ wir die Phänomene im Voraus, da wir alle durch ein morphogenetisches Feld miteinander in Verbindung stehen. Wie der Hund, der schon an der Haustür Schwanz wedelnd wartet, weil er „weiß“, dass sich sein Herrchen bereits auf dem Nachhauseweg befindet.

Und erinnern wir uns an die Definition Zufall:

„Von Zufall spricht man dann, wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse KEINE KAUSALE ERKLÄRUNG gegeben werden kann.“

Meine eigene Geschichte: Das Ferienhaus im Elsass

Es war ein verlängertes Wochenende um den 01. Mai, der in Frankreich, ebenso wie in Deutschland als gesetzlicher Feiertag begangen wird.

Meine Schwester bat mich, mit ihr in’s Elsass zu fahren, um dort ihr kleines abgelegenes Ferienhäuschen auf Vordermann zu bringen, da es lange Zeit leer stand und offensichtlich über den Winter ein Dachfenster undicht geworden war.

Wir ahnten nicht, was uns erwarten würde, als wir das Haus betraten.

Der Dauerregen der vergangenen Wochen hatte sich durch das defekte Dachfenster seinen Weg ins Hausinnere gebahnt und so schlug uns beim Betreten ein intensiv modrig-feuchter Geruch entgegen.

Die gesamte Teppichfläche unterhalb des besagten Fensters war vollkommen durchnässt. Die Feuchtigkeit schien sich schon durch das Gebälk fortgesetzt zu haben.

Entsetzt über diesen Anblick legten wir sofort Hand an und versuchten, den tropfnassen Teppichboden zu entfernen.

Wir schufteten zwei lange Tage bei weiter strömendem Regen und uns beiden war klar, dass wir vor unserer Rückreise dringendst einen Dachdecker zur Reparatur des Fensters und einen Fachmann zur Begutachtung des Wasserschadens im Haus ausfindig machen mussten.

Da wir im Ferienhaus wegen des Modergeruchs nicht übernachten wollten, suchten wir eine Unterkunft in der Umgebung. Hier erhielten wir auf Nachfrage auch die Telefonnummer eines Dachdeckers vor Ort, der aber wegen des Feiertages (ein Samstag) nicht erreichbar war.

Wir mussten am Folgetag zurück nach Deutschland.

Am Vorabend entschieden wir, bei jetzt zum Glück trockener Witterung, sämtliche Türen auf der Rückseite des Ferienhauses offen zu lassen, um einen Durchzug zu gewährleisten, der den modrigen Geruch des Hauses vertreiben sollte.

Die schwere Eingangstür auf der Hausvorderseite schlossen wir fest ab. Am nächsten Morgen wollten wir lediglich noch einige Sachen im Haus zusammenpacken, um sie mit nach Hause zu nehmen und dann gegen Mittag die Heimreise antreten.

In der Nacht zum Sonntag wütete ein Sturm. Als wir durch das bewaldete Gebiet am frühen Morgen zum abgelegenen Ferienhaus fuhren, versperrte uns ca. 200 m vor unserem Ziel ein umgestürzter Baum die Zufahrt zum Haus.

Wir parkten das Auto etwas zurück an einer Weggabelung und legten die restliche Strecke zu Fuß zurück.

Als wir an Ort und Stelle ankamen, stach uns die offene Eingangstür sofort ins Auge. Die Stärke des Windes musste sie trotz Verriegelung aufgebrochen haben. Im Haus selbst erwartete uns eine kleine Überschwemmung, da der Sturm die Nässe regelrecht ins Haus gepeitscht hatte. Wir hätten heulen können vor Verzweiflung!

So verging eine weitere knappe Stunde, bis das größte Desaster beseitigt war und wir schier am Ende unserer Kräfte waren.

Wir benötigten das Auto direkt am Haus, um die schwereren Gegenstände einladen zu können, was sich jedoch wegen des umgestürzten Baumes als unmöglich erwies.

Meine Schwester meinte sich zu erinnern, dass es von der Talseite her noch einen Schleichweg geben müsste, um von der Rückseite das Haus zu erreichen.

Also fuhren wir zurück in den kleinen Ort im Tal und von dort aus suchten wir, leider vergeblich, den Ersatzweg. Meine Schwester konnte gar nicht verstehen, dass dieser Weg urplötzlich nicht mehr auffindbar war.

Abermals zurück an der besagten Weggabelung, parkten wir dort wiederum das Auto und beschlossen, mit einer Schubkarre die schweren Gegenstände aus dem Haus am entwurzelten Baum vorbei zum Auto zu transportieren. Gesagt, getan.

Gerade als wir ausstiegen, sahen wir, wie ein Mann beschäftigt war, den ca. 50 m vom Auto entfernt liegenden Baumstamm zu zersägen, um den Weg frei zu machen.

Dies dauerte gerade mal wenige Minuten!

Uns kam die Idee, diesen Waldarbeiter mit unserem gebrochenen Französisch auf das defekte Dachfenster anzusprechen und gaben ihm mit Händen und Füßen zu verstehen, er möge doch bitte kurz mit uns zum Haus mitkommen. Er wusste sicherlich nicht so recht, worum es genau ging, folgte uns aber bereitwillig und besah sich den Schaden.

Kurzum: Er selbst konnte nicht viel ausrichten, rief aber sofort einen ihm bekannten Dachdecker im Ort an, der sich am Sonntag bereit erklärte, in Kürze vorbeizuschauen. Dem aber nicht genug. Er brachte auch gleich eine dort ansässige Deutsche als Dolmetscherin mit.

Innerhalb kürzester Zeit wurde die Lage besprochen und von den Anwesenden Hilfe zugesagt. Selbst um den Wasserschaden wollte man sich kümmern! Wir konnten unser Glück kaum fassen! Und dies an einem Sonntag Vormittag! Alles in einem Zeitrahmen von ca. 1 Stunde!

Als wir uns kurz darauf auf dem Heimweg befanden, waren meine Schwester und ich uns einig, dass der umgestürzte Baum (übrigens der einzige, der weit und breit entwurzelt worden war), die häusliche Überschwemmung, unser Umweg auf der Suche nach einem Ersatzweg, alles genau so sein musste, um in dem äußerst begrenzten Zeitfenster von nur wenigen Minuten den Waldarbeiter nicht zu verpassen, als dieser gerade den umgestürzten Baum beseitigte und letztendlich die Hilfsmaschinerie ins Rollen brachte.

Wären diese eben genannten Vorereignisse, die allesamt unsere verspätete Ankunft an der besagten Weggabelung bedingt hatten, nicht abgelaufen, hätten wir unseren Retter in der Not nicht getroffen.

Alles, was sich uns zuerst als ein Unglück nach dem anderen offenbarte, verkehrte sich ins absolute Gegenteil und wir waren voller Dankbarkeit für all die „zufälligen“, unglaublichen Fügungen.

Ausblick auf das nächste Gesetz: „Gesetz des Rhythmus“

Nachdem du nun erfahren hast, wie sich Ursache und Wirkung in Geschichten und realen Lebenssituationen ausdrücken, geht es im nächsten Schritt um das Gesetz des Rhythmus. Dieses Gesetz zeigt dir, dass das Leben niemals statisch ist – es ist geprägt von Auf- und Abbewegungen, von Wellen, die uns tragen oder herausfordern.

Die beiden kommenden Artikel handeln von:

  1. „Die Aufs und Abs des Lebens“ und
  2. „Tanze Tango mit dem Leben“

Freu dich auf diese spannende Fortsetzung…

Dein nächster Schritt im THY-Weg

Wenn du nun siehst, wie Ursache und Wirkung unser Leben auf subtile Weise lenken, kannst du diesen Impuls nutzen, um dein eigenes Leben bewusst zu reflektieren.

Im THY-Standortfragebogen (in THY-Modul 1) findest du gezielt Übungen, um deine persönliche Situation auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene zu erkennen. So entdeckst du Blockaden, Muster und Chancen, die dir sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Und das Beste: Mit den kostenfreien THY-Mini-Workbooks kannst du direkt beginnen, die Prinzipien der geistigen Gesetze in deinen Alltag zu integrieren – praxisnah, Schritt für Schritt und ohne Risiko.

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Starte noch heute, die Wirkung der geistigen Gesetze bewusst in deinem Leben zu erkennen und zu nutzen – so, wie es in den Geschichten von Mesmer und in meiner eigenen Erfahrung sichtbar wird.

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