
Im ersten Teil des Gesetzes des Geschlechts haben wir die Erfahrung des „verlorenen Paradieses“ betrachtet – die Trennung von der ursprünglichen Einheit und die Sehnsucht nach innerer Harmonie.
Im zweiten Teil geht es um die Wiederentdeckung unserer inneren Ganzheit: Wer wir wirklich sind, welches schöpferische Potenzial in uns liegt und wie wir Schritt für Schritt lernen, unsere Einzigartigkeit zu leben.
Dieses Kapitel lädt dazu ein, den Blick nach innen zu richten, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und das Licht, das in jedem von uns leuchtet, bewusst erstrahlen zu lassen.
Werde der, der du bist – Teil 2
„Entwickle Dich zu dem einmaligen, unverwechselbaren, unaustauschbaren Menschen, der in Dir angelegt ist.“
– Pindar (ca. 518 – 442 v. Chr.)
Das kosmische Gesetz der Harmonie wird auch als Gesetz des Ausgleichs (eigene Ergänzung: auch „Gesetz des Gechlechts“) beschrieben.
Das heißt nichts anderes, als dass Geben und Nehmen (Annehmen) immer einen ausgeglichenen Zustand anstreben und jede Energie, die wir aussenden, auf irgendeine Art und Weise wieder zu uns zurückfließt.
Wir meinen manchmal, sehr schlau zu handeln, wenn wir andere übers Ohr hauen, uns Vorteile jedweder Art verschaffen können. Ob andere dadurch benachteiligt werden, ist uns zu diesem Zeitpunkt so ziemlich „piep-egal“.
So erfahren wir diese egoistische Einstellung vielfach in unserem täglichen Leben.
Aber, es kann doch nicht verkehrt sein, wenn ich auf mich schaue, und alles dafür tue, damit es mir gut geht? Heißt es nicht überall: „Liebe Dich selbst, dann lieben Dich auch die anderen?“
Sicherlich ist Selbstliebe von großer Bedeutung und wir sind meist unser gesamtes Leben damit beschäftigt, wirklich dahinter zu kommen, was sich hinter dem „sich selbst lieben“ verbirgt.
Wenn ich erfolgreich sein will, Anerkennung für mein Tun und Wirken erstrebe, ist an dem Wunsch an sich nichts auszusetzen.
Kritisch und bedenklich wird es erst dann, wenn wir meinen, uns über das Gesetz der Harmonie hinweg setzen zu können. Das funktioniert nicht, selbst nicht mit dem ausgeklügeltsten Plan, den wir uns zurechtlegen.
Die kosmischen Gesetze sind unumstößlich!
Wenn wir andere bestehlen und betrügen, mögen wir vielleicht nicht unmittelbar die Gegenreaktion spüren. Aber früher oder später wird vom Universum ein Ausgleich eingefordert werden.
Geld, das uns vielleicht zustehen würde, wird unrechtmäßig einbehalten. Wir erfahren Krankheit und Leid, wo wir im ersten Moment gar nicht überschauen, dass dies nur ein Ausgleich für unser destruktives Denken und Fühlen ist.
Nur zu gerne machen wir die bösen Viren und Bakterien, die hemmungslosen Krebszellen für unser Siechtum verantwortlich, missachtend der disharmonischen Gefühle, wie Angst, Schuld, Wut, Selbstverleugnung, die diesen Krankheiten vorausgegangen sind. (eigene Anmerkung: siehe hierzu auch den Blogartikel „Krankheit wird im Geist erschaffen – Gesundheit auch…“)
Alles im Universum strebt wieder und immer wieder nach Harmonie. Unsere ausgesandten Energien auf der Gefühls- und Gedankenebene müssen dem Gesetz des Ausgleichs entsprechend Berücksichtigung finden.
Wenn wir in unserem Leben eine Seite, sei es die berufliche Karriere, die Familie oder unsere Hobbys überbetonen, bleibt es nicht aus, dass eine andere, weniger beachtete Seite um Ausgleich ringt.
Das Emporklimmen der Karriereleiter ohne Rücksicht auf Verluste zieht vielleicht das Scheitern der Ehe nach sich. Umgekehrt ist es eine Frage der Zeit, wenn ich nur Familie, Kinder und Privatvergnügen im Sinn habe, dass zwangsläufig mein berufliches Fortkommen Schaden nimmt.
Kernpunkt ist hier, dass ich aus einem egoistischen Bewusstsein heraus agiere. Ich nehme, nehme, nehme… aber die Frage müsste lauten: Was bin ich bereit zu geben?
All die wirklich wertvollen Dinge im Leben, wie Freude, Glück, Heiterkeit, Liebe, Dankbarkeit, innerer und äußerer Reichtum, kehren um ein Vielfaches zu uns zurück, wenn wir aus ganzem Herzen geben.
Man hat herausgefunden, dass wirklich spirituell geführte Unternehmen, die das Wohl der Gesamtheit im Auge haben, wo jeder Mitarbeiter dort eingesetzt wird, wo seine Stärken liegen, automatisch erfolgreich sind.
Denn aus diesem Ansatz heraus ist jeder bemüht, sein Bestes zu geben. Dies kommt sowohl jedem Einzelnen als auch der Allgemeinheit zugute.
Nur, wie kann ich etwas geben, was ich gar nicht besitze?
Um wahrhaft geben zu können, muss ich mir erst einmal bewusst machen, was ich bin, was ich habe!
Wenn ich mich selbst nicht liebe, mich ständig erniedrige, mich wertlos, nutzlos, als Vollversager vor dem Herrn fühle… wie will ich dann Liebe geben?
Oder wenn ich ständig in Angst lebe, nicht genug zum Überleben zu haben, meine Existenz nicht bestreiten zu können: Wie bitte, kann ich mit vollen Händen geben, wenn ich dem Fülle-Bewusstsein beraubt bin?
Wir sind auf dieser Erde, um uns selbst zu finden, um unser vollstes Potenzial auszuschöpfen und damit dem Göttlichen zu dienen. Dies ist unsere Aufgabe, „der zu werden, der wir wirklich sind“.
Es ist ein langer Entwicklungsweg über Irrungen und Wirrungen, Täuschungen und Enttäuschungen, Leid und Krankheiten, indem wir immer wieder auf uns selbst zurückgeworfen werden. Aber nur durch die Dunkelheit, die wir erleben, können wir das Licht in uns (wieder-)finden. Das göttliche Licht in uns.
Dies sind unsere Aufgaben und unser Dienst an der Menschheit.
Nachfolgend möchte ich eines meiner absoluten Lieblingstexte wiedergeben. Es entstammt dem Buch „Rückkehr zur Liebe“ von Marianne Williamson und wurde von Nelson Mandela 1994 zitiert:
Unsere größte Angst
Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?
Aber wer bist Du, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.
Sich klein zu machen, nur damit sich andere um Dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.
Ausblick auf das „Geschlecht der Polarität“
Im Anschluss an das Gesetz des Geschlechts widmen wir uns dem Gesetz der Polarität.
Dieses Gesetz zeigt uns, dass alle Dinge Gegensätze enthalten – Licht und Schatten, Freude und Leid, Warm und Kalt – und dass wir lernen können, diese Polaritäten bewusst zu nutzen, um Balance, Klarheit und innere Freiheit zu gewinnen.
Blogartikel-Ergänzung – THY-Ressourcen
Praxis & Umsetzung:
Im zweiten Teil des Gesetzes des Geschlechts geht es darum, die eigene innere Ganzheit wiederzuentdecken und das eigene schöpferische Potenzial zu leben. Verantwortung, Selbstliebe und bewusster Ausgleich zwischen Geben und Nehmen stehen im Mittelpunkt.
Wer sich selbst erkennt, seine eigenen Ressourcen liebt und nutzt, tritt automatisch in Harmonie mit der Welt und kann bewusst Liebe, Freude und Fülle in sein Umfeld bringen.
- Kostenlose THY-Mini-Workbooks: Praktische Übungen für alle geistigen Gesetze – inklusive Schwingung und Geschlecht.
- THY-Standortbestimmung: Finde heraus, wo du aktuell auf Körper-, Seelen- und Geistesebene stehst, um gezielt Harmonie und innere Ganzheit zu fördern.