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Auf Wahrheitssuche: Im Spannungsfeld von Corona

George Orwells Animal Farm: "Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als die anderen"
George Orwells Animal Farm: "Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als die anderen"

Bild-Quelle: https://www.storyboardthat.com/de/lesson-plans/tierfarm-von-george-orwell

„You already know enough. So do I.  It is not knowledge we lack. What is missing is the courage to understand what we know and to draw conclusions.“

Sven Lindqvist (1992).  Exterminate All the Brutes

Seit Monaten werden wir nun tagtäglich mit Informationen rund um das Thema „Corona“ regelrecht bombardiert.

Eine Gruppierung von Experten scheint die Geschicke der Menschheit im Einvernehmen mit politischem Kalkül zu lenken.

Es wird gewarnt vor Verschwörungstheorien, MenschenMASSEN agieren wie in Trance und sehen (fast) ausnahmslos zu, wie die politischen Beschlüsse die individuellen Freiheiten jedes einzelnen Bürgers, die dem Grundgesetz unterliegen, untergraben.

 

Ich frage mich seit einiger Zeit, was es mir tatsächlich bringt, mir die nie endenden Diskussionen und verschiedensten Ansichten der Experten anzuhören. Letztendlich sind dies alles nur EINZELMEINUNGEN auf mehr oder weniger gut recherchierter Datenlage – nicht mehr und nicht weniger.

Bislang konnte mich weder ein Herr Drosten, noch ein Herr Kerkulé, ein Herr Söder oder eine Frau Merkel von den bisherigen Maßnahmen ausreichend überzeugen.

 

Stets ist die Rede von „Wir müssen die Risikogruppen, v. a.  die älteren Menschen schützen“.

Doch keiner fragt ernsthaft diese Bevölkerungsschicht, ob sie denn überhaupt in dieser Form „geschützt“ werden möchte? Ist denn die ältere Generation ab 60 Jahren automatisch dement oder nicht mehr zurechnungsfähig, sodass die Politik selbstgerecht darüber entscheiden muss?

 

Es geht hier weniger darum, die Diskussion um die Funktionalität des Gesundheitssystems in Frage zu stellen, wenn plötzlich viele, vermutlich v.a. ältere Menschen, an COVID-19 erkranken und stationärer Hilfe bedürfen und nur begrenzt Intensiv-Betten zur Verfügung stehen.

Dass älteren Menschen per se aber offensichtlich ein gesunder Menschenverstand abgesprochen wird, adäquat mit der aktuellen Situation umzugehen, empfinde ich persönlich als einen Übergriff auf die persönliche Entscheidungsfreiheit des Menschen. Und zu „Menschen“ zähle ich eben auch die ältere Generation.

 

Mir scheint es zuweilen, als wäre der Großteil der Menschheit „gehirnamputiert“ und zu keiner persönlichen Meinung mehr fähig. Wie zahme Hündchen folgt man brav den politischen Entscheidungen (die müssen es ja schließlich wissen!). Wenn Kritik aufflammt, kommt diese entweder nicht bis an die Öffentlichkeit durch oder wird als Verschwörungstheorie diffamiert.

 

Wo bleibt denn unsere Intuition, unser Bauchgefühl, unsere EIGENE Wahrnehmung? Sind wir nur noch Marionetten von Staatshäuptern, die finanz- und wirtschaftsgesteuert ihre Fäden ziehen?

Ich empfehle die Lektüre der Artikel „Experten warnen vor »Zweiter Welle«“

Download
Experten warnen vor »zweiter Welle«
Thesenpapier zu Coronapandemie.pdf
Adobe Acrobat Dokument 119.4 KB

und „Warum schweigen die Lämmer?“

(Vortrag von Prof. Dr. Rainer Mausfeld an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, am 22. Juni 2015)

Auszug daraus:

"Die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Fakten wird wesentlich durch die Massenmedien vermittelt, die neben den Fakten in der Regel auch den gewünschten Interpretationskontext und damit das ‚politische Weltbild‘ vermitteln.

Das Thema gehört also zu unserem gesellschaftlichen Lebensalltag und geht uns alle an. Die Fragen, die sich hierbei stellen, sind grundlegender und zumeist recht elementarer Natur. Für die Auseinandersetzung mit ihnen benötigt man kein Expertenwissen, auch wenn die herrschenden Eliten sich bemühen, Diskurse über derartige Themen auf Gruppen ‚geeigneter Experten‘ zu beschränken.

Für Themen, die uns alle als Citoyens angehen, also als Bürger, die sich im Geiste der Aufklärung um die Gestaltung unseres Gemeinwesens bemühen, sind wir von Natur aus mit einem natürlichen Vermögen unseres Geistes ausgestattet, einem ‚Licht der Vernunft‘ – einem lumen naturale, wie man es in der Aufklärung nannte. Den wesentlichen Kern der Fragen, um die es bei unseren Themen geht, können wir also auch ohne eine Spezialistenausbildung behandeln." [...]

Als Propaganda sind alle systematischen Versuche anzusehen, die darauf zielen, die natürliche Urteilsfähig-keit von Menschen zu unterminieren und Einstellungen, Überzeugungen und Meinungen zu erzeugen, durch die sich Menschen zum Vorteil der jeweils herrschenden Eliten missbrauchen lassen („Entmündigung“, „Verzweckung“). [...]

Wie kann man nun diesen von den Eliten gewünschten Zustand einer „unsichtbaren Regierung“und einer durch ein geeignetes Maß an Apathie charakterisierten Bevölkerung erreichen? [...]Paul Lazarsfeld, einer der bedeutendsten Kommunikationsforscher und zugleich einer der Begründer der modernen empirischen Sozialforschung: „Man muss die Bürger mit einer Flut von Informationen überziehen, so dass sie die Illusion der Informiertheit haben.“ Durch diese Illusion der Informiertheit hat der Bürger ein politisch reines Gewissen; er fühlt sich über alles Wesentliche unterrichtet und kann abends beruhigt zu Bett gehen."

Wenn man [...]den Bürgern das Gefühl der Informiertheit gibt und wenn sie dann beim Frühstück die Süd-deutsche Zeitung gelesen haben, nachmittags noch einmal in Spiegel Online geschaut haben und sich abends die Tagesschau angesehen haben, sind sie von ihrem Gefühl der Informiertheit so überwältigt, dass sie die Krankheit, an der sie leiden – so Lazarsfeld – nicht einmal mehr erkennen können („to keep the addict from recognizing his own malady“). Besonders die sog. gebildeten Schichten sind anfällig für die Illusion des Informiertseins. [...]

Neben Techniken der Sedierung spielen im politischen Bereich der affektiven Kontrolle Techniken der Angsterzeugung eine besondere Rolle. In der Legitimationsrhetorik für militärische ‚Interventionen‘ bedient man sich gerne einer Doppelstrategie: Die gebildeteren Teile der Bevölkerung lassen sich recht leicht unter dem Banner von ‚humanitären Interventionen‘ für Angriffskriege gewinnen, der übrige Teil lässt sich am leichtesten durch Angsterzeugung vor bösartigen und gewalttätigen Kräften gewinnen. [...]

 

Reihenweise werden Berufssparten per „Rettungsschirm“ mit Milliarden-Programmen gerettet. Jeder möchte noch schnell auf diesen Zug aufspringen… wo gibt es noch was zu holen???

Interessant fand ich diesbezüglich den heutigen Artikel (28.04.2020) bei t-online von Chefredakteur Florian Harms:

Krisenfolgen – Es ist etwas aus dem Lot geraten

„In Deutschland greift eine besorgniserregende Selbstbedienungsmentalität um sich", schreibt sie. "Branchen halten die Hand auf, um vom Staat subventioniert zu werden. Zahnärzte, die gerade noch florierende Praxen hatten, fordern Zuschüsse. Autokonzerne, die Dividenden zahlen, wollen Finanzhilfen. Ebenso Studenten aus wohlhabendem Hause und Start-ups mit prekären Arbeitsbedingungen. Man fragt sich, wo die ehrbaren, verantwortungsvollen Kaufleute geblieben sind, die Probleme erst mal selbst lösen wollen. Die Rücklagen für schlechte Zeiten gebildet haben. Und wo der Staat seine Prinzipien gelassen hat – es geht schließlich um Steuergeld. Jeder Euro, den die öffentliche Hand in Unternehmen steckt, bewahrt deren Aktionäre oder Eigentümer davor, selbst Verluste zu tragen. Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste sozialisiert. So wird der Kickstart aus der Krise nicht gelingen."

 

Als ich diese Zeilen las, konnte ich mir selbst beim Nicken zuschauen. Und ich erinnerte mich an die E-Mail, die mir eine Tagesanbruch-Leserin vor wenigen Tagen geschickt hat.

 

Manuela Schmidt führt in der Oberpfalz einen Steinmetzbetrieb und berichtete mir:

 "Mein Mann und ich gehören zu den kleinen Handwerkern und fahren trotz Coronavirus und Ausgangsbeschränkungen immer noch täglich raus auf die Baustellen und auf den Friedhof, wir nehmen immer noch Bestellungen an, haben immer noch Termine, die eingehalten werden müssen. Wir erfüllen jedem Bauherrn seine Wünsche und helfen bei Anliegen, messen, versetzen und arbeiten jeden Tag. Für uns hat sich nichts verändert. Und dann sehen wir jeden Tag die Werbung für miteinander. füreinander, wo allen so toll gedankt und gesagt wird, wie brav sie doch sind, weil sie zu Hause bleiben. Das macht mich wütend. Bei uns bedankt sich keiner. Wir arbeiten, haben keine Leute entlassen, arbeiten nicht in Kurzarbeit, zahlen brav unsere Steuern und Löhne, beantragen keine Beihilfen vom Staat. Wir sind ein kleiner Familienbetrieb, der auch beachtet werden möchte. Vielen in unserem Bekanntenkreis geht es ebenso: Schreinereien, Zimmereien, Sanitärbetrieben, Elektro- und Baugeschäften. Wir arbeiten alle am Limit und halten die Wirtschaft am Laufen – aber das sieht keiner."

 

„Wohin führt dieser Weg?“ frage ich mich ernsthaft…

 

Trotz Angst, trotz Krise müssen wir EIGENSTÄNDIG denkende Individuen bleiben!

Oder wollen wir so enden wie in George Orwell’s „Farm der Tiere“? als die Schweine die Herrschaft über alle Tiere übernehmen mit der Rechtfertigung: „Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als die anderen“

 

Meine Bitte: Bleiben Sie - trotz Ausnahmezustand - sich selber und Ihrer inneren Führung (Intuition) treu.

Und vor allem: Bleiben Sie kritisch!